Geringere Heizkosten

Jetzt wird’s frostig

Von Saskia Schumann · 2022

Der Winter naht, die Temperaturen sinken in vielen Regionen nachts unter den Gefrierpunkt. Damit es zu Hause kuschelig warm bleibt, sollten die Brennstofftanks gut gefüllt sein. Doch das wird in diesem Jahr teuer – vor allem die Preise für fossile Brennstoffe steigen. Abhilfe schafft ein Umstieg auf erneuerbare Wärme.

Eine Person mit grauen Wollsocken hält ihre Füße an eine Heizung.
In diesem Winter wird Heizen mit Öl und Gas teuer. Foto: iStock / Hazal Ak

Die Deutschen müssen sich in diesem Winter warm anziehen: Denn allerorten steigen die Heiz- und Stromkosten. Vor allem wer mit Gas oder Öl heizt, muss deutlich tiefer in die Tasche greifen. So liegen die Heizkosten einer Durchschnittswohnung mit Gasheizung im Schnitt um 13 Prozent höher als im vergangenen Jahr, hat die gemeinnützige Beratungsgesellschaft co2online berechnet. 2020 waren sie allerdings um fünf Prozent gesunken. Und auch der Preis für Heizöl ist erst gefallen und nun wieder kräftig angestiegen. Das wirkt sich auf die Heizkosten mit Heizöl aus: von minus 27 Prozent im Jahr 2020 zu voraussichtlich plus 44 Prozent in diesem Jahr. Der Grund für den massiven Heizkostenanstieg: In diesem Herbst treffen steigende Energiepreise auf die neue CO₂-Abgabe, die seit Januar gilt. „Dadurch werden vor allem Heizöl und Erdgas immer teurer“, sagt co2online-Geschäftsführerin Tanja Loitz.

Neue Heizung spart bares Geld

Einfach so hinnehmen müssen Hausbesitzer die gestiegenen Kosten aber nicht. Denn gerade im Bereich der Erzeugung von Wärme und Warmwasser gibt es erhebliches Einsparpotenzial: So ließen sich in einer durchschnittlichen Wohnung nach Berechnung des Heizspiegels bis zu 490 Euro pro Jahr einsparen – vor allem durch energetisches Sanieren und den Umstieg auf erneuerbare Energien. Und das Einsparpotenzial wird sich in den kommenden Jahren eher noch vergrößern. Denn neben den starken Preisschwankungen bei Öl und Gas gilt: „Seit diesem Jahr fällt für das Heizen ein CO₂-Preis an. Der steigt von Jahr zu Jahr. Dadurch werden vor allem Heizöl und Erdgas immer teurer“, erklärt Loitz. Seit Januar fällt also eine CO₂-Abgabe in Höhe von 25 Euro pro emittierter Tonne Kohlenstoffdioxid an. Um etwa acht Cent pro Liter Heizöl und 0,5 Cent pro Kilowattstunde Erdgas sind die Rohstoffpreise allein aufgrund dieser Abgabe angestiegen. Hinzukommen die starken Preisanstiege aufgrund der weltweiten Belebung der Wirtschaft.

Geringere Heizkosten: Erneuerbare wesentlich günstiger

Wesentlich niedriger fallen dagegen die Kostensteigerungen bei der erneuerbaren Wärme aus: So zahlen Besitzer einer Wärmepumpe im Schnitt sieben Prozent mehr fürs Heizen als noch im vergangenen Jahr. Wer mit Holzpellets heizt, zahlt drei Prozent mehr. Ein Grund mehr also – neben dem Klimaschutz – auch bei der Heizung auf erneuerbare Energien umzusteigen.

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