Grüne Städte

Fest der Sinne

Von Jens Bartels · 2022

Die abwechslungsreichen Parks und Gärten der deutschen Metropolen laden zu jeder Jahreszeit zu einem unvergesslichen Besuch ein. Sie sind sowohl Naherholungsgebiet und Begegnungsort als auch Touristenattraktion. Zugleich fördert Stadtgrün die Biodiversität und beeinflusst die alltägliche Lebensqualität der Menschen.

Freundinnen treffen sich im Park
Picknick im Park – immer wieder ein Highlight. Foto: iStock / Lyndon Stratford

Deutschlands Städte werden immer grüner. Laut dem Statistischen Bundesamt haben sich die Grünflächen pro Kopf in den 14 bevölkerungsreichsten Städten des Landes in den vergangenen rund 20 Jahren von durchschnittlich 18 auf 25 Quadratmeter erhöht. Gerade die Stadtparks der Metropolen sind echte Sehenswürdigkeiten. Zu den Klassikern zählen der 375 Hektar große Englische Garten in München, Mauerpark, Tiergarten und Tempelhofer Feld in Berlin oder die grüne Oase „Planten un blomen“ mitten in Hamburg. Am meisten Grünfläche pro Einwohner aller Großstädte in Deutschland besitzt nach aktuellen Berechnungen des Reiseportals Holidu aber Potsdam. Besonders beliebt ist dort der Park Sanssouci mit seinen spektakulären Zier- und Nutzgärten und einer etwa zwei Kilometer langen Allee. Auf den weiteren Plätzen dieses Rankings folgen Kassel und Bremen. In Kassel lädt zum Beispiel der seit 2013 zum UNESCO-Weltkulturerbe zählende Bergpark Wilhelmshöhe zum Verweilen ein, in Bremen finden sich weitläufige und kleine Grünanlagen in allen Himmelsrichtungen, wie der im Frühsommer besonders farbenprächtige Rhododendronpark.

In der Stadtnatur entspannen

Erholung suchen, ausgedehnte Spaziergänge unternehmen oder das Flair genießen: Der Besuch der grünen Parks und Gärten gehört für viele Menschen bei einem Städtetrip einfach dazu. Sie sorgen für ein Plus an Lebensqualität und bedienen gleichzeitig das wachsende Interesse für Zukunftsthemen wie Ressourcenschutz und Nachhaltigkeit im Tourismus. Gleichzeitig bieten die attraktiven Grünflächen Liebhabern asiatischer Gärten, Bewunderern der Gartenarchitektur aus verschiedenen Epochen oder Entdeckern der Stadtnatur ganz unterschiedliche Besonderheiten. Allerdings profitieren nicht nur Touristen von den zahlreichen Vorzüge der betonfreien Zonen der Großstadt. Auch die Bewohner selbst freuen sich über Parks und Gärten, nutzen die Grünflächen als Freiluft-Fitnessstudio und Picknickplatz, als Flaniermeile oder einfach als wunderbaren Platz, um vom Alltag abzuschalten. So fördern die Parks und Gärten der Großstädte das Wohlbefinden.

Grüne Städte für urbane Nachhaltigkeit 

Grundsätzlich verbessert das Grün in der Großstadt übrigens nicht nur das subjektive Wohlbefinden der Besuchenden, sondern wirkt sich zugleich positiv auf das Stadtklima aus. Dabei zählt jeder einzelne Baum oder Strauch: Sie wirken als Feinstaubfilter, speichern CO2 und beugen in dicht bebauten Gebieten Hitzestress vor. Darüber hinaus dienen dicht bewachsene Grünflächen als Frischluftschneisen, unversiegelte Böden speichern Wasser und verhindern Überschwemmungen bei Starkregen, und Stadtbäume helfen nicht zuletzt dabei, die Geräuschkulisse der Großstadt zu dämpfen. Grüne Inseln tun also nicht nur Körper und Seele gut, sie unterstützen auch die urbane Nachhaltigkeit.

Quellen:
Statistisches Bundesamt: Zahl der Woche Nr. 37
Umweltbundesamt: Stadtgrün

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