Fränkische Küche

Genießen wie Gott in Franken

Von Jens Bartels · 2022

Echte Nürnberger Bratwürste, Rauchbier aus Bamberg oder ein Glas gekühlter Weißwein direkt vom Winzer in der Vinothek um die Ecke: Fränkische Spezialitäten machen großen Appetit auf einen Urlaub voller kulinarischer Höhepunkte. Die Vielfalt an Speisen und Getränken lässt sich in der gesamten Region entdecken.

Fränkische Spezialitäten auf einem Tisch
Foto: iStock/Kryssia Campos

Wer der Seele des Frankenlands begegnen möchte, hat die Qual der Wahl. Vielversprechende Routen finden sich in der ganzen Region. Bierfreunde bekommen zum Beispiel auf einem etwas mehr als 13 Kilometer langen Rundweg besondere Einblicke in die fränkische Biertradition. Es ist ein Weg der Superlative, denn mit vier Brauereien bei knapp 1.300 Einwohnern ist die Gemeinde Aufseß Weltrekordhalter für die größte Brauereidichte pro Einwohner und steht damit im Guinnessbuch der Rekorde. Wanderer erhalten nach Beendigung des Rundwegs und dem Besuch aller Brauereien als Erinnerung sogar eine Urkunde: „Fränkischer Biergenießer der Weltmeisterbrauereien“. Besondere Bier-Spezialitäten gibt es natürlich auch in vielen anderen Brauereien quer über das Frankenland verteilt.

Grafik: Brauereien in Franken

Tagestour im Weinparadies

Urlaubende mit Vorliebe für den fränkischen Wein fühlen sich dagegen auf Wanderwegen entlang der beeindruckenden Weinlagen wohl. Im Angebot sind Routen durch zauberhafte Landschaften wie der 19 Kilometer lange Weinparadiesweg rund um den Hüttenheimer Tannenberg, den Frankenberg und den Bullenheimer Berg. Versüßt wird die Tour in den bewirtschafteten Weinbergshütten. Die Touren zeigen, wie viele Möglichkeiten der kulinarische Tourismus bietet, um in die Kultur des Frankenlandes einzutauchen und dabei unvergessliche Erfahrungen in einzigartiger und persönlicher Weise zu zu machen. Genussorte gibt es im ganzen Frankenland. Zu den Besonderheiten zählen unter anderem auch die regionalen Spezialitäten „Schäuferla“, Schulterbraten vom Schwein, traditionell serviert mit Soße und Kloß, die in Essigsud eingelegten Bratwürste, auch „Blaue Zipfel“ genannt, oder die „Coburger Rutscher“. Für diese Klöße veranstaltet die fränkische Stadt Coburg sogar ein eigenes Marktfest.

Fränkische Küche genießen: Scharfe Wochen im Herbst

Möglicherweise landen Besucherinnen und Besucher auf ihrem Gourmet-Streifzug im Gebiet zwischen Nürnberg, Bamberg und Bayreuth auch bei einem besonders scharfen regionalen Produkt. Ob frisch gehobelt oder verzehrfertig im Glas: Der Meerrettich, auch Kren genannt, ist fest mit der Gastronomie der Fränkischen Schweiz verbunden. Sogar die Bratwurst wird hier, in einem der größten Anbaugebiete der scharfen Wurzel in ganz Deutschland, traditionell mit Kren gegessen. Übrigens entwickeln teilnehmende Gastronomien aus der Region im Rahmen der „Scharfen Wochen“ im Oktober und November eine eigene Speisekarte, auf der sich mindestens drei Hauptgerichte mit Meerrettich finden.

Quellen:
https://www.fraenkische-schweiz.com/de/schmecken/scharfe-wochen
https://www.aufsess.de/brauereienweg

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