Kaffeevariationen

Leckere Variationen ohne Ende

Von Andrea von Gersdorff · 2018

Wenn im Winter der Wind die Blätter aufwirbelt, der Nebel über den Feldern liegt und es früh dunkelt, ist eine Tasse Kaffee daheim genau das Richtige fürs Wohlbefinden. Von klassisch bis trendig lässt sich das schwarze Getränk heute auf vielfältige Weise kredenzen.

Jemand gießt Cold Crew in ein Glas. Thema: Kaffeevariationen

Jetzt erstmal mit einer schönen Tasse Kaffee ausruhen, denkt so mancher, der von draußen heimkommt. Mittlerweile gibt es auch so viele Varianten, dass man fürs Genießen zu Hause einiges an Auswahl hat. Cappuccino, Latte Macchiato, Milchkaffee und Espresso zählen dabei neben dem klassischen Filterkaffee und Café Crème schon längst zum Kaffee-Standard. Alle lassen sich leicht zubereiten, sei es mit dem original italienischen Kaffeevollautomaten, der mit frisch gemahlenem Kaffee befüllt wird, oder mit kleineren Maschinen, die den Kaffee aus Pads oder Kapseln zubereiten. Selbst mit dem kleinen Kocher aus dem Italienurlaub, der auf dem Herd den Kaffee aufbrüht, lässt sich ein guter Espresso zubereiten. Darüber hinaus regen sie auch mit Geschmäckern wie Zimt, Karamell oder Vanille die Sinne an. Der Geschmack wird einfach als Sirup oder Aroma dazugegeben. 

Kaffeevariationen: Schwarz oder weiß

Wer seinen Kaffee als Wachmacher nach einem anstrengenden Tag am liebsten schwarz zu sich nimmt, ist mit Espresso, Caffè Americano oder Café Crème am besten bedient. Letzterer wird wie ein Espresso unter Verwendung eines gröber gemahlenen Kaffeepulvers und der vierfachen Menge an Wasser zubereitet. Vom Caffè Americano wiederum unterscheidet sich der Café Crème darin, dass für den Americano ein doppelter Espresso gebrüht und vorher heißes Wasser in einem Verhältnis von eins zu drei in die Tasse gegeben wird. 

Für das gemütliche Entspannen am Nachmittag lassen sich aus einem Espresso allerdings weitere leckere Varianten mit Milch oder Milchschaum zaubern. Eine süße Espresso-Alternative ist der Espresso Dolce, der auf dicke, süße Kondensmilch gebrüht wird. Ein neuer Trend, den man auch zu Hause leicht zubereiten kann, ist der Espresso Macchiato. Für ihn wird ein einfacher Espresso mit etwas Milchschaum versehen. Der Schaum lässt sich im Übrigen auch perfekt in gewünschter Menge mit einem elektrischen Milchaufschäumer herstellen. Gibt man wahlweise Sirup oder Schokolade als erstes in die Tasse, erhält man eine Caféccino oder Moccaccino. Ein weiterer, noch junger Trend ist der Flat White. Er hat seinen Ursprung in Australien und ist cremiger als der Cappuccino oder Cafè Latte. Zubereitet wird er aus einem doppelten Espresso, aufgegossen mit feinporig aufgeschäumter Milch. 

Heiß oder ölig 

Wieder im Aufwind sind vor allem im Winter Kombinationen aus Alkohol und Kaffee. So richtig zum Entspannen könnte sich für Whiskyfreunde der Irish Coffee eignen. Er besteht aus heißem Kaffee mit Whisky und einem Sahnehäubchen. Ein wohliges Gefühl ist garantiert, denn der Irish Coffee soll ohne Umrühren heiß durch die Sahne getrunken werden und seine wärmende Wirkung entfalten. Das Glas, in dem er traditionell serviert wird, muss allerdings hitzebeständig sein.

Eher für experimentierfreudige Kaffeetrinker ist eine absolut ungewöhnliche Kaffeevariante namens Bulletproof Coffee. Dafür wird besonders starker Kaffee mit einem Streifen Butter und Kokosöl versehen. Der Bulletproof Coffee soll ebenso fit machen und das Hungergefühl vertreiben. Für manche könnte das genau das Richtige sein, wenn sie zum Ende des Tages noch einmal Kräfte mobilisieren müssen. Denn nach dem Genuss des Bulletproof bleibt das Koffein durch das Fett gebunden besonders lange im Körper. So gelangt es langsamer ins Blut und kann weniger schnell abgebaut werden. Auch das Kokosöl sorgt für einen Energieschub, da die enthaltenen Öle für den Körper sehr gut verwertbar sind und das Gehirn schnell auf Trab bringen.

Grafik: Unterschiedliche Kaffeevariationen. Quelle: Tschibo.com, Kaffeereport2018.pdf, 2018
Quelle: Tschibo.com, Kaffeereport2018.pdf, 2018

Fein oder grob 

Ein paar Regeln gilt es aber bei der Zubereitung zu beachten, um das beste Geschmacksergebnis zu erzielen. Denn für einen wirklich guten Kaffee sind der Mahlgrad des Pulvers und die gewählte Kaffeemaschine entscheidend. Dabei gilt grundsätzlich: Je feiner der Mahlgrad, desto kürzer darf später beim Aufbrühen der Kontakt mit dem Wasser sein. Wird diese Regel nicht eingehalten, ist der Kaffee unnötig bitter oder wässrig. Denn fein gemahlener Kaffee hat mehr Oberfläche, was dafür sorgt, dass bei gleicher Brühzeit mehr Inhaltsstoffe extrahiert werden. Für den schnellen Espresso, der in nur 25 Sekunden zubereitet ist, braucht es deshalb einen fein gemahlenen Kaffee, für eine Tasse Filterkaffee, die etwa drei Minuten in Anspruch nimmt, muss der Mahlgrad mittel sein und French Press, in der der Kaffee etwa vier Minuten zieht, verlangt nach grob gemahlenem Kaffee. 

Fehlt nur noch die Brühgruppe: Sie ist im Kaffeevollautomaten oder der Espressomaschine das wichtigste Bauteil für das Gelingen des Kaffees. Ihre Aufgabe ist es, Wasser mit möglichst gleichbleibender Temperatur aus dem Kessel zum Kaffeepulver zu transportieren und möglichst gleichmäßig darüber zu verteilen. Aber eigentlich sollten einen diese Feinheiten nicht vom Genuss einer selbst kreierten leckeren Tasse Kaffee auf dem heimischen Sofa abhalten.

Cold Brew: Mehr als kalter Kaffee

Der Cold Brew erobert die deutschen Kaffeestuben – immer mehr Genießer schwören auf den kalten Kaffee. Zubereiten lässt er sich ganz einfach mit der French-press. Dazu gibt man etwa 100 Gramm grobgemahlenen Kaffee in das Kännchen und gießt ihn mit kaltem Wasser auf. Nach 12 bis 16 Stunden ist der Kaffee dann durchgezogen, das Sieb kann nach unten

gedrückt werden. Serviert wird der Cold Brew pur, auf Eis, mit Sahne oder kalter Milch. Der kaltgebrühte Kaffee enthält weniger Koffein, Bitterstoffe und Säure als herkömmlich gebrühter, warmer Filterkaffee, dafür aber etwa doppelt so viel Aroma. Damit ist der Cold Brew zwar kein Getränk für Eilige, wohl aber eines für Genießer. Wir sagen: ausprobieren!

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