Sachsen-Anhalt

Unterwegs im Land der Frühaufsteher

Von Jens Bartels · 2017

Sachsen-Anhalt, das Reiseland vom Harz bis zur Elbe, kann nicht nur durch seine bezaubernden Fachwerkstädte wie Quedlinburg oder die Lutherstädte Wittenberg und Eisleben überzeugen. Gerade das nördlichste Mittelgebirge Deutschlands bietet eine wachsende Auswahl ganz unterschiedlicher Outdoor-Aktivitäten. Hierzu zählt die längste Seilhängebrücke der Welt für Fußgänger.

Das Bauhaus in Dessau
Das Bauhaus in Dessau zählt zum UNESCO-Weltkulturerbe

Wer regelmäßig mit dem Auto in Deutschland unterwegs ist, kennt sicher die Autobahnschilder an den Landesgrenzen, mit denen Sachsen-Anhalt jahrelang auf sich aufmerksam machte: „Willkommen im Land der Frühaufsteher“. Diesen Rat sollten auch die Besucher des Bundeslandes befolgen. Denn Sachsen-Anhalt kann durch eine Reihe kultureller Angebote glänzen.

Laubenganghäuser in Dessau-Roßlau neue UNESCO-Welterbestätte

Dazu gehört die höchste Dichte an UNESCO-Welterbestätten in Deutschland. Die Lutherstädte Wittenberg und Eisleben, der Schlosspark von Wörlitz, die Altstadt von Quedlinburg und das Bauhaus in Dessau tragen schon längerer Zeit diesen begehrten Titel. Im Juli 2017 hat die Unesco auf ihrer Tagung in Krakau die Liste der Welterbestätten unter anderem um die fünf Laubenganghäuser in Dessau-Roßlau erweitert. Der Grund: Sie stehen exemplarisch für die Entwicklung des Sozialwohnungsbaus in der Zwischenkriegszeit. „Ich freue mich, dass durch die Erweiterung der Welterbestätte dieser bedeutsame Abschnitt der Architekturgeschichte noch bekannter wird“, betont Hartwig Lüdtke, Vizepräsident der Deutschen UNESCO-Kommission. Das Bauhaus feiert 2019 übrigens seinen 100. Geburtstag. 

Weltweit längster Laufsteg – die Seilhängebrücke an der Rappbodetalsperre

Spannende Reiseneuigkeiten kommen auch aus dem nördlichsten Mittelgebirge Deutschlands: Im Mai dieses Jahres feierten hier Harzer und Touristen gemeinsam die Eröffnung der weltweit längsten Seilhängebrücke für Fußgänger. Die 458 Meter lange Brücke verläuft in rund 100 Metern Höhe parallel zur Krone der Rappbodetalsperre und löst damit die bisherige Rekordbrücke in Sotchi ab. Nur 1,20 Meter breit ist der leicht schwankende Laufsteg, für Sicherheit bei der Überquerung sorgt ein 1,30 Meter hohes Geländer mit Edelstahlnetzen. Auf der Suche nach Nervenkitzel können Touristen gleich im Anschluss an diese Tour unterhalb der Brücke mit einem Pendelsprung in die Tiefe stürzen oder per Doppelseilrutsche hinab rutschen. Nach so einem Abenteuer darf man dafür übrigens am nächsten Tag ausschlafen.

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