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Industriekultur

Das Herz des Ruhrgebiets

Von Ruhr Tourismus GmbH · 2018

Kohle, Koks und Stahl - daran denkt jeder sofort, wenn er vom Ruhrgebiet hört. Viele Stimmen betonen gerne, diese Zeiten seien längst vorbei. Trotzdem kommt man immer wieder auf die Montanindustrie als die DNA einer ganzen Region zurück.

Im 18. Jahrhundert, ausgehend vom (immer noch) lieblichen Ruhrtal im Süden, steigerte sich der Hunger der westlichen Zivilisation auf Kohle und Stahl ins Unermessliche. Dieser rasant wachsende und sich nach Norden ausbreitende Wirtschaftszweig schuf etwas, was bis heute beispiellos in Europa ist: den Ruhrpott. Wenn in diesem Jahr die letzten beiden Zechen Deutschlands schließen und der Steinkohlebergbau in diesem Land damit für immer beendet ist, bedeutet dies lediglich das Erlöschen der letzten kleinen Flamme eines Großbrandes, der eine Region nicht nur landschaftlich und wirtschaftlich, sondern besonders auch gesellschaftlich und sozial erschuf.

Die Evolution jener speziellen, unkomplizierten und etwas rauen Mentalität der Ruhrgebietsbewohner ist eines der liebenswürdigsten Resultate dieser Zeit. Der zu jenen Zeiten zwingend notwendige soziale Zusammenhalt, überlebenswichtig für die Arbeit unter Tage oder an den Hochöfen, schuf enge Gemeinschaften, die auch jenseits der Werkstore in den Arbeitersiedlungen wirkten. Aus der Hilfsbereitschaft und dem festen Zusammenhalt unter Gleichen, garniert mit Trinkhallenkult, Fußballliebe und Bierkultur, wurde eben diese Legende vom hemdsärmeligen Kumpel mit einem Herz aus Gold auf der Zunge gestrickt. Der wahre Kern all dessen begegnet einem noch heute auf den Straßen zwischen Duisburg und Dortmund. Dem Strukturwandel und allen gesellschaftlichen Veränderungen zum Trotz, konnte sich diese spezielle Attitüde in den Herzen der Bewohner behaupten und bildet unbestreitbar das zweite, das ätherische Alleinstellungsmerkmal des Ruhrgebiets.

Die Farbe der Industriekultur

Die offensichtlichen und allgegenwärtigen Sehenswürdigkeiten des Ruhrgebiets sind die gewaltigen Relikte jener prägenden Zeit: all die Kathedralen der Arbeit, die weithin sichtbaren Fördergerüste, die idyllischen Arbeitersiedlungen. Jene Zeugen einer bewegenden Vergangenheit werden in ihrer Gesamtheit in der Route der Industriekultur erfasst. 25 Ankerpunkte der Route bieten als Kernnetz eine erste Orientierung und veranschaulichen Zusammenhänge und Abwechslungsreichtum von Industriekultur im Ruhrgebiet. Darüber hinaus gibt es umfassende Themenrouten zu industriekulturellen Themen.

Freizeitspaß im Werksschwimmbad, UNESCO-Welterbe, Zollverein, © Stiftung Zollverein/Jochen Tack

Aber was genau ist Industriekultur im Ruhrgebiet? Und was könnte die Farbe jener Industriekultur im Ruhrgebiet sein? Auf den ersten Blick müsste man darauf sicher mit einer Mischung aus Rostrot und Grün antworten. Die Montanindustrie hat unzählige großartige wie spektakuläre Gebäude und Areale hinterlassen, die heute – eingebettet in Parks und riesige Grünflächen – zu Besuchermagneten geworden sind. Das ganze Ruhrgebiet ist schon lange ein einziges gigantisches Umnutzungsexperiment. Und wenn das letzte Bergwerk Prosper-Haniel in Bottrop seinen Betrieb Ende 2018 einstellt, wird die Industriekultur unweigerlich keine Kultur der Industrie bleiben, sondern zu einer Kultur der Erinnerung werden. Noch spannender für den Besucher wird dann die irgendwieandersartig-kulturelle Nutzung der von ihr hinterlassenen Areale. Und wer einmal hier war, wer nachts im Landschaftspark Duisburg-Nord auf den Hochofen gestiegen ist und die Lichtinstallation auf sich hat wirken lassen, wird eines erkennen: Diesem speziellen Zauber kann man sich nur schwer entziehen. Im Ruhrgebiet ist Industriekultur bunt.

Der Pott kocht…

…und zwar auf und in den coolsten Locations des Ruhrgebiets! Hier stellt die Industriekultur einzigartige Bühnen und Schauplätze zur Verfügung, die durch ihre überwältigende Präsenz jede Inszenierung um ein bis dahin ungeahntes Detail bereichern. Als weitere Highlights zeugen die Ruhrtriennale und das Klavier-Festival Ruhr in der Jahrhunderthalle in Bochum die Bandbreite der Veranstaltungen.  Außerhalb des Ruhrgebiets ist die „ExtraSchicht – die Nacht der Industriekultur“ immer noch ein absoluter Geheimtipp. Jedes Jahr am letzten Samstag im Juni kommen Menschen, Künstler und die selbst Orte in Bewegung, ein Wechsel großer Momente und kleiner, poetischer Augenblicke. Das Kulturfest bringt mit atemberaubenden Lichtinstallationen und einer ganz eigenen Atmosphäre die Giganten und die Kleinode der Industriekultur zum Leuchten.

Auf Halde

Neben ihrer Bedeutung für das kulturelle Leben im Revier bietet Industriekultur dazu eine riesige Fülle an spektakulären Panoramen. Die bis zu 140 Meter hohen Halden sind durch Aufschüttung von Abraum, Schlacke und Bauschutt entstanden, also aus Abfallprodukten des Bergbaus. Heute sind die meisten Halden umgestaltet und renaturiert, viele krönt als Gipfelkreuz eine oft begehbare Installation, die sich als weithin sichtbare Landmarke zeigt und ihrem Gipfel ein einzigartiges Profil verleiht. Auf ausgedehnten Wanderwegen kann man die Halden heute zu Fuß, beim Joggen oder Nordic Walking erkunden. Auch Radfahrer haben die Halden längst für sich erobert – die Radwege um und auf den Halden sind eingebunden in das radrevier.ruhr, ein mehr als 1200 Kilometer langes Radwegenetz, dessen Wege zu einem großen Teil auf ehemaligen Bahntrassen verlaufen. Und hier schließt sich der Kreis. Eben jene ehemaligen Bahntrassen sind unmittelbar angebunden an die wichtigsten industriekulturellen Sehenswürdigkeiten, an die Halden und Museen der Region und machen die Metropole Ruhr zu einem Ort, den es nirgendwo ein zweites Mal gibt. Zu einem Ort, an dem Geschichte und Zukunft untrennbar miteinander verbunden sind.

www.industriekultur.ruhr 

Kontakt

Ruhr Tourismus GmbH
Centroallee 261
46047 Oberhausen
E-Mail: info@ruhr-tourismus.de
Web: www.ruhr-tourismus.de

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